• Mobilitätswachstum erfordert zukunftsfähige Lösungen

    Mobilitätswachstum erfordert zukunftsfähige Lösungen

    Die Mobilität in der Schweiz wächst – insbesondere der öffentliche Verkehr. Gemäss Prognosen des Bundes nimmt der öffentliche Personenverkehr bis 2040 um über 50 Prozent zu. Der Langsamverkehr und der motorisierte Individualverkehr wachsen um rund 30 bzw. knapp 20 Prozent. Auch der Güterverkehr nimmt zu: auf der Schiene um 45 Prozent, auf der Strasse um rund 30 Prozent. Die wichtigsten Treiber des Mobilitätswachstums sind die Bevölkerungsentwicklung und das Wirtschaftswachstum. Sie sorgen für 28 bzw. 46 Prozent mehr Mobilität.

    In der Zentralschweiz sieht das Wachstumsszenario ähnlich aus. Die Bevölkerungszunahme bis 2035 korrespondiert mit dem gesamtschweizerischen Durchschnitt von rund 18 Prozent (so in Luzern und Schwyz); in Zug ist das Wachstum mit rund 20 Prozent sogar stärker, während es in Ob- und Nidwalden sowie Uri unter dem schweizerischen Mittel liegt (Quelle: Bundesamt für Statistik, 2016). Die Mobilität nimmt dennoch analog zum gesamtschweizerischen Trend zu: im ÖV um rund 40 Prozent, im motorisierten Individualverkehr um rund 20 Prozent bis 2035.

    Die Prognosen knüpfen an die bisherige ÖV-Entwicklung in der Zentralschweiz an. Auf den Hauptentwicklungsachsen des Kantons Luzern etwa (Luzern–Sursee–Basel/Bern, Luzern–Zug–Zürich) wuchs die Bahnmobilität zwischen 2004 und 2015 markant:

    • Auf der Strecke Luzern–Emmenbrücke täglich um 16’800 Passagiere bzw. fast 100 Prozent
    • Auf der Strecke Rothenburg Dorf–Emmenbrücke Gersag um 14’100 Passagiere bzw. beinahe 100 Prozent
    • Auf der Strecke Luzern–Ebikon um 10’700 Passagiere bzw. 50 Prozent (Quelle: Verkehrsverbund Luzern)

    Auch die Strecke Zug–Zürich ist einem hohen Wachstumsdruck ausgesetzt. Allein der Regionalverkehr hat hier in den letzten drei Jahren um 140 Prozent zugelegt (Quelle: Amt für öffentlichen Verkehr Kanton Zug). Zwischen Zug und Zürch, der drittmeistbefahrenen Fernverkehrsstrecke der Schweiz, wird für die Zeit ab 2030 denn auch Überlast erwartet, das heisst: Das prognostizierte Mobilitätswachstum übersteigt das vorhandene Angebot.

    Die Zentralschweiz ist bereit
    Angesichts des massiven ÖV-Wachstums sind zukunftsfähige Konzepte gefragt. Mit dem Zimmerberg-Basistunnel 2 und dem Durchgangsbahnhof Luzern hat die Zentralschweiz zwei optimal aufeinander abgestimmte Projekte am Start, von denen nicht nur die Region, sondern die ganze Schweiz profitiert. Die Zentralschweiz setzt sich beim Bund deshalb mit vereinten Kräften dafür ein, dass der Zimmerberg-Basistunnel 2 und der Durchgangsbahnhof im nächsten Bahnausbauschritt berücksichtigt werden.