• Damit die Schweiz in Fahrt bleibt

    Damit die Schweiz in Fahrt bleibt

    Angesichts des massiven ÖV-Wachstums in der Schweiz sind zukunftsfähige Konzepte gefragt. Mit dem Zimmerberg-Basistunnel 2 und dem Durchgangsbahnhof Luzern hat die Zentralschweiz zwei ideal aufeinander abgestimmte Projekte am Start, die der ganzen Schweiz zugutekommen.

    Der Zimmerberg-Basistunnel 2 verbessert das Angebot auf den Strecken Luzern–Zug–Zürich und Uri–Schwyz–Zug–Zürich signifikant und ist damit eine Investition in den Metropolitanraum Zürich, den stärksten Wirtschaftsraum der Schweiz. Der Basistunnel 2 ermöglicht zwischen Zug und Zürich bis zu zehn Züge pro Stunde und Richtung und reduziert die Fahrzeiten: von Luzern nach Zürich auf 38 Minuten (bisher 45 Minuten) und von Zug nach Zürich auf 16 Minuten (bisher 21 Minuten). Die schnellere Verbindung zwischen Zürich und Zug verkürzt nicht zuletzt auch die Reisezeit von Zürich nach Lugano und Mailand.

    Aufgrund seines hohen volkswirtschaftlichen Nutzens und weil er die dringend nötige Kapazität auf der Achse Zug–Zürich schafft, schneidet der Zimmerberg-Basistunnel 2 bei der Kosten-Nutzen-Analyse gut ab. Zusammen mit dem späteren Meilibachtunnel am linken Zürichsee-Ufer vermag der Basistunnel 2 zudem die Kapazität zwischen Zürich und Chur zu steigern.

    Hinzu kommt: Der Zimmerberg-Basistunnel 2 wurde bereits dreimal vom Souverän gutgeheissen – bei den Volksabstimmungen zur Neat (1992), zum FinöV-Fonds (1998) und zu Fabi (2014). Zahlreiche bundesparlamentarische Beschlüsse stützen das Projekt ebenfalls. Es ist somit auch demokratiepolitisch angezeigt, den Zimmerberg-Basistunnel 2 zu realisieren.

    Der Durchgangsbahnhof verbessert das Angebot auf dem schweizerischen Schienennetz zusätzlich. Zimmerberg-Basistunnel 2 und Durchgangsbahnhof reduzieren die Fahrzeiten entlang der Achsen Sursee–Luzern–Zug–Zürich und Basel/Bern–Luzern–Lugano und ermöglichen neue Direktverbindungen – etwa Zug–Bern, Rotkreuz–Basel oder Sursee–Zürich. Die beiden Projekte erhöhen zudem den Takt zwischen Luzern und Zürich auf bis zu sechs Fernverkehrsverbindungen pro Stunde und Richtung (inkl. Regio-Express) – heute sind es zwei – und senken die Fahrzeit auf gerade noch knapp 35 Minuten. Von Luzern bis zum Flughafen Zürich dauert die Fahrt künftig noch rund 50 Minuten. Die gesammelten Fahrzeitgewinne haben einen volkswirtschaftlichen Wert von 80 bis 110 Millionen Franken jährlich (Quelle: Amt für öffentlichen Verkehr Kanton Zug).

    Die Schweiz profitiert auch insoweit vom Durchgangsbahnhof, als dieser der Schienenmobilität auf der Nord-Süd- bzw. West-Süd-Achse zu einem Quantensprung verhilft. Der Durchgangsbahnhof verkürzt die Reisezeit zwischen Deutschland/Basel und Mailand um 30 Minuten. Damit ist die Nord-Süd- bzw. West-Süd-Verbindung via Luzern bis zu 30 Minuten schneller als via Zürich. Das bietet allen westlich gelegenen Kantonen eine attraktive Verbindung in den Süden und entlastet den stark frequentierten Hauptbahnhof Zürich. Der vorgesehene Halbstundentakt zwischen Luzern und Basel sorgt ausserdem für einen effizienten Anschluss an das internationale Hochgeschwindigkeitsnetz.

    Zimmerberg-Basistunnel 2 und Durchgangsbahnhof kosten zusammen rund 3,4 Milliarden Franken (Kernprojekte). Ihr Beitrag zu einem deutlich besseren Angebot entlang der Strecke Sursee–Luzern–Zug–Zürich und ihr volkswirtschaftlicher Nutzen äussern sich in einem guten Kosten-Nutzen-Verhältnis. Mit den beiden Projekten investiert die Schweiz nicht nur in den Metropolitanraum Zürich, sondern auch in den wettbewerbsfähigen Wirtschaftsraum Zentralschweiz. Das Bruttoinlandprodukt der Zentralschweiz wuchs zwischen 2008 und 2014 um über 12,5 Prozent – und übertrifft damit den schweizerischen Durchschnitt von 7,8 Prozent klar. Die Zentralschweiz weist mit 1,9 Prozent zudem die tiefste Arbeitslosenquote im Regionenvergleich auf (Stand: April 2017); das schweizerische Mittel liegt aktuell bei 3,3 Prozent. (Quelle: Seco)

    Der Durchgangsbahnhof ist schliesslich eine zukunftsfähige Lösung für den – gemessen an der Publikumsfrequenz – drittgrössten Bahnhof der Schweiz. Der Bahnhof Luzern ist der letzte grosse Kopfbahnhof in der Schweiz; seine Infrastruktur ist veraltet und genügt den heutigen Anforderungen nicht mehr. Die Entgleisung eines Neigezugs im März 2017 zeigte dies dramatisch: Der Zwischenfall legte einen ganzen Wirtschafts- und Lebensraum für mehrere Tage lahm. Schon gar nicht ist der Bahnhof Luzern bereit für die steigende Nachfrage. Die ÖV-Mobilität wird in der Schweiz bis 2040 um über 50 Prozent wachsen. Damit die Drehscheibe Luzern mit dieser Entwicklung Schritt halten kann, muss der über 100-jährige Bahnhof erneuert werden.

    Der Planungsbericht des Kantons Luzern zum Durchgangsbahnhof und die zugehörige Nutzenstudie halten den schweizweiten Nutzen insbesondere des Durchgangsbahnhofs detailliert fest.

  • Damit die Zentralschweiz den Anschluss nicht verpasst

    Damit die Zentralschweiz den Anschluss nicht verpasst

    Der Zimmerberg-Basistunnel 2 und der Durchgangsbahnhof Luzern sorgen dafür, dass das rasante ÖV-Wachstum in der Zentralschweiz bewältigt werden kann.

    Der Zimmerberg-Basistunnel 2 flexibilisiert die Fahrplangestaltung und vergrössert in der ganzen Zentralschweiz das Angebot. Er ermöglicht zum Beispiel einen halbstündlichen Regio-Express zwischen Luzern/Ebikon, Zug und Zürich. Das heisst: Grosse Zentren wie Ebikon (20’000 Einwohner/Arbeitsplätze), Rotkreuz (20’000 Einwohner/Arbeitsplätze), Cham (25’000 Einwohner/Arbeitsplätze) oder Baar (45’000 Einwohner/Arbeitsplätze) werden neu bzw. noch besser mit Schnellzügen erschlossen. Auf der Achse Luzern Ost–Rotkreuz–Zug–Baar und im Schwyzer Talkessel setzt der Basistunnel 2 denn auch wirtschaftliche und raumplanerische Impulse.

    Der Zimmerberg-Basistunnel 2 hilft ausserdem, den motorisierten Individualverkehr zu verlagern – angesichts der zunehmenden Mobilität zentral. Allein zwischen Zug und Zürich können mit dem Basistunnel 2 schätzungsweise 2 Millionen Autofahrten pro Jahr eingespart werden (Quelle: Amt für öffentlichen Verkehr Kanton Zug). Auch und vor allem sorgt der Zimmerberg-Basistunnel 2 für einen sicheren und reibungslosen Bahnbetrieb. Die heutigen Tunnels auf der Strecke Zug–Zürich stammen aus dem Dampfzeitalter und sind sanierungsbedürftig. Ohne Zimmerberg-Basistunnel 2 drohen bis 2030 lange und teure Sperrungen zwischen Zug und Zürich.

    Im Zusammenspiel mit dem Zimmerberg-Basistunnel 2 baut der Durchgangsbahnhof das Angebot in der Zentralschweiz weiter aus. Künftig verkehren etwa zwischen Luzern und Zürich bis zu sechs Fernverkehrszüge pro Stunde und Richtung (inkl. Regio-Express) – heute sind es zwei. Hinzu kommen vier S-Bahnen auf der Strecke Luzern–Rotkreuz – zwei mehr als heute. Ebenso verkürzt der Durchgangsbahnhof die Fahrzeiten – zum Beispiel zwischen Stans und Rotkreuz oder zwischen Sarnen und Ebikon. Abhängig von der Fahrplangestaltung um je 10 bis 20 Minuten. Der Durchgangsbahnhof führt ausserdem neue Direktverbindungen ein: Hochdorf–Ebikon, Wolhusen–Ebikon oder Zofingen–Rotkreuz.

    Indem die beiden Projekte die ÖV-Nachfrage in der Zentralschweiz erhöhen, ermöglichen sie es, den motorisierten Individualverkehr umfassend zu verlagern. Im Raum Zentralschweiz-Zürich lassen sich mit Zimmerberg-Basistunnel 2 und Durchgangsbahnhof pro Jahr voraussichtlich 7 Millionen Autofahrten einsparen (Quelle: Amt für öffentlichen Verkehr Kanton Zug). Und dank Durchgangsbahnhof steigt die Bahnmobilität bis 2030 zwischen Hergiswil und Luzern um rund 50 Prozent (ohne Durchgangsbahnhof: ca. 35 Prozent), zwischen Küssnacht und Luzern um rund 60 Prozent (ohne: ca. 45 Prozent) und zwischen Rotkreuz und Luzern um rund 70 Prozent (ohne: ca. 35 Prozent).

    Zimmerberg-Basistunnel 2 und Durchgangsbahnhof erhöhen nicht zuletzt die Attraktivität des Wirtschaftsraums Zentralschweiz. Der Durchgangsbahnhof verbessert zudem die internationalen und nationalen Verbindungen in die Zentralschweizer Tourismusgebiete (u.a. Andermatt, Engelberg, Pilatus, Rigi). Auch raumplanerisch wirkt sich der Durchgangsbahnhof günstig aus: Ein Teil der oberirdischen Gleisinfrastruktur im Bahnhof Luzern wird nicht mehr benötigt; dadurch entsteht Raum für Wohnen und Arbeiten an zentralster Lage. Insgesamt schafft das Projekt Platz für rund 6000 Arbeitsplätze und 4000 Einwohner/innen. Ebenso fördert der Durchgangsbahnhof die Mobilität auf den Hauptentwicklungsachsen des Kantons Luzern: Basel/Bern–Luzern und Luzern–Zürich.

    Im Bahnhof selbst gibt es ebenfalls Verbesserungen: Dank schlanker Anschlüsse im Fern- und Nahverkehr sowie zwischen Fern- und Nahverkehr können die Reisenden im Durchgangsbahnhof rasch und bequem umsteigen. Der Bahnhof Luzern wird so zu einem effizienten Umsteigeknoten.

    Der Planungsbericht des Kantons Luzern zum Durchgangsbahnhof und die zugehörige Nutzenstudie halten den schweizweiten Nutzen insbesondere des Durchgangsbahnhofs detailliert fest.