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«Zimmerberg-Basistunnel 2 schafft dringend nötige Kapazität zwischen Zug und Zürich»

Eine gute Erreichbarkeit ist für Unternehmen ebenso wichtig wie die Verfügbarkeit von Fachkräften oder eine attraktive Steuerpolitik, meint der Präsident der Zuger Wirtschaftskammer Andreas Umbach. Deswegen macht er sich stark für den Zimmerberg-Basistunnel 2 und fordert: «Der Basistunnel 2 muss im Bahnausbauschritt 2030/35 projektiert und realisiert werden.»

Herr Umbach, als Präsident der Zuger Wirtschaftskammer setzen Sie sich für den Wirtschaftsplatz Zug ein. Inwiefern gehört das Thema Mobilität und öffentlicher Verkehr auch dazu?
Die Zuger Wirtschaftskammer engagiert sich für optimale Rahmenbedingung für Unternehmen am Standort Zug und somit für einen attraktiven Wirtschaftsstandort. Eine gut ausgebaute Infrastruktur zählt zu den zentralen Standortfaktoren. Dabei sind eine gute Anbindung der Unternehmen an den öffentlichen und auch motorisierten Verkehr sowie insbesondere die rasche Erreichbarkeit des Flughafens ebenso wichtig wie die Verfügbarkeit von Fachkräften oder eine attraktive Steuerpolitik.

Welche Bedeutung hat der Zimmerberg-Basistunnel 2 für den Wirtschaftsraum Zug und den Metropolitanraum Zürich?
Der Zimmerberg-Basistunnel 2 schafft die dringend nötige Kapazität auf der Achse Zug–Zürich, was für die Wirtschaft zentral ist. Er sorgt für mehr, schnellere und neue Verbindungen. Der Basistunnel 2 reduziert die Fahrzeiten von Zug nach Zürich auf 16 Minuten (bisher 21 Minuten). Zudem werden Rotkreuz, Cham und Baar noch besser mit Schnellzügen erschlossen. Davon profitiert der gesamte Wirtschaftsraum Zug.

Demnächst berät das Bundesparlament über den Bahnausbauschritt 2030/35 und damit auch darüber, wie es mit dem Zimmerberg-Basistunnel 2 weitergeht. Was erwarten Sie von der Politik?
Ich erwarte, dass der Zimmerberg-Basistunnel 2 im Ausbauschritt 2030/35 projektiert und realisiert wird, wie dies die Vernehmlassungsvorlage vorsieht, und ohne zeitliche Verzögerung umgesetzt wird. Der Zimmerberg-Basistunnel 2 ist essenziell für die Weiterentwicklung des Schienenverkehrs im Raum Zug und somit für die Schaffung der dringend benötigten Bahnkapazität.

Über Andreas Umbach
Andreas Umbach, Verwaltungsratspräsident der Landis+Gyr AG und der Ascom AG sowie Verwaltungsrat der Wasserwerke Zug AG, ist seit 2016 Präsident der Zuger Wirtschaftskammer und engagiert sich in dieser Funktion zusammen mit seinen Vorstandskolleginnen und -kollegen für einen attraktiven Wirtschaftsstandort Zug. Umbach hat in Berlin Maschinenbau studiert und in Austin (Texas) ein MBA-Studium absolviert. Er ist Vater zweier erwachsener Kinder und lebt mit seiner Familie seit 1999 in Zug.